00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zur neunzigsten Folge von Mehr als Töne, Musikpädagogik & Gesellschaft.
00:00:14: Schön dass du wieder dabei bist!
00:00:16: In der heutigen Folge geht es um das Thema einer musikpädagogischen Tagung die ich gerade gemeinsam mit Peter Klose aus Dortmund und Julian Forst aus Münster plane.
00:00:26: Der Titel und zugleich Die Aufforderungen der Tagung lautet Socialize and Participate – Musik als soziale Praxis.
00:00:35: Und ein großes Ziel der Tagung ist, dass Menschen aus verschiedenen musikpädagogischen und musikalischen Welten zusammenkommen, zusammen Musik machen und darüber sprechen wie wir das eigentlich tun.
00:00:47: Und warum wir das so tun?
00:00:50: Was es mit der Perspektive Musik als soziale Praxis auf sich hat – darum wird es gleich im Gespräch mit Peter und Julian gehen!
00:00:58: Die beiden wollten sich gern selbst vorstellen und damit beginnt nun auch die Aufzeichnung.
00:01:03: Viel Spaß beim Zuhören und mitdenken.
00:01:30: kennengelernt und habe festgestellt, dass die Leute in diesen verschiedenen Bereichen und Communities ganz verschieden ticken.
00:01:37: Und trotzdem aber alle sehr nett sind.
00:01:40: Ja
00:01:41: zum Glück!
00:01:41: Ich
00:01:42: habe viele tolle Freundschaften geschlossen und das hat mich so ein bisschen zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit Musik als sozialer Praxis gebracht.
00:01:51: Das ist mein Thema, mit dem ich mich immer in einer Dissertation beschäftigt habe Und rein werde ich aber auch als Musiklehrer an einem Gymnasium und versuche das Ganze natürlich mit jungen Menschen in die Tat
00:02:06: umzusetzen.
00:02:07: Und kannst du vielleicht am Anfang auch schon sagen, was Musik als soziale Praxis für dich bedeutet?
00:02:12: Was heißt das denn, dass Musik eine soziale praxis ist.
00:02:15: Kannst du es kurz auf den Punkt bringen?
00:02:17: Für mich ist daran inzwischen so das Wichtigste, dass das eine Sache ist die mit vollem Körpereinsatz passiert und dass man wirklich genau schauen muss, was tun die Menschen denn?
00:02:27: Die tun dann bei verschiedenen Musiken vielleicht ganz unterschiedliche Sachen.
00:02:30: Gerade als studierter Musiklehrer oder Studierte Musiklehre ist man ja manchmal sehr auf die Töne fixiert und vergisst darüber hinweg, dass es ja auch das da wirklich Menschen auf der Bühne stehen, die sich angucken
00:02:44: oder
00:02:44: nicht angucken.
00:02:45: Die mitwippen oder nicht mitwipen und auch Zubehörer machen ganz verschiedene Sachen.
00:02:49: Und das ist so ein bisschen der Blick den das bei mir nochmal gefeilt hat seit ich mich mit Musik als sozialer Praxis beschäftigt
00:02:56: habe.
00:02:57: Ja danke Julian!
00:03:00: Ja, ich bin Julian Forst.
00:03:01: Ich freue mich dabei zu sein!
00:03:03: Ich freue mit euch beiden, diese Tank zu organisieren und spreche jetzt aus meiner Rolle als wissenschaftlicher Mitarbeiter von dir Daniela bzw.
00:03:11: hier an unserem Institut und habe selber einen Hintergrund, der auch ein bisschen mein Interesse erklärt.
00:03:16: also ich hab Popularmusik studiert Schlagzeug im Nebenfachproducing in den Niederlanden und dann nochmal Lehramt üben.
00:03:23: drauf gesattelt mit Politikwissenschaft beziehungsweise Sozialwissenschaftung ist das Schulfachequivalent in Nordrhein-Westfalen als zweiten Fach zu Musik und interessiere mich seit eh und je eigentlich für diese verbindenden Momente von Musik und Politik, Musik- und Gesellschaft.
00:03:41: Und da sind wir natürlich gleichzeitig auch direkt wieder bei so Schrotflinten begriffen.
00:03:45: also was ist jetzt Musik?
00:03:46: Was ist Politik?
00:03:47: Was is' Gesellschaft?
00:03:48: In meiner Arbeit bin ich dann wie du mal so schön gesagt hast der Bad Cop.
00:03:54: Also guck dir dann irgendwie gerne darauf was passiert vielleicht mit und durch Musik was nicht unbedingt die schönen Seiten beleuchtet.
00:04:02: und gleichzeitig würde ich immer sagen dass Interaktionen die durch Musik entstehen, total divers sind.
00:04:08: Wenn ich Publikum und höre einem Konzert zu viel mehr stehe – selber auf der Bühne interagiere ich mit Publikums, interagierere ich als Musikmacher mit meinen Mitmenschen.
00:04:21: Das sind ja jeweils ganz andere Interaktions- und Kommunikationsformen, also auch unterschiedliche gesellschaftliche Prozesse begleiten oder erzeugen, oder wie auch immer wieder raufblicken worden und das finde ich total interessant.
00:04:33: Und meine Brille ist aber immer eine besonders politische und auch eine diskriminierungskritische Perspektive einzunehmen.
00:04:41: wo werden vielleicht auch Botschaften transportiert?
00:04:44: Wer transportiert Botschaft in welche Richtung?
00:04:47: Möchtest du direkt mal ein konkretes Beispiel bringen
00:04:50: zu beginnen?
00:04:51: Naja wir haben also in meiner Forschung beschäftige ich mich sehr mit dem Ausgangspunkt des ja nicht ganz Unbekannten Syltvideos, zum Beispiel.
00:04:59: Also wo wird Musik auch für bestimmte politische Prozesse genutzt?
00:05:04: In dem Fall ist das natürlich eine eindeutig rechtspopulistisch bis rechtsextreme Konfrontation und eigentlich ist es ja ein Synthetrek ohne Text oder Gesang.
00:05:13: Geht da nur um Tanzen erstmal.
00:05:15: Und der Titel verdeutlichte auch was anderes, Slamotujur als eben dann bei diesem Syltvideo.
00:05:21: man junge Menschen dort auf Sylt Ja, den Hitler-Gustzeigen sah mit der Phrase Ausländer raus über die Melodie dieses Tracks gesungen.
00:05:30: Ich habe das zuletzt, letztes Semester festgestellt.
00:05:33: im Juni oder so wenn man Ausländer als Wort bei Spotify in die Searchbar eingebt dann wird einem schon La Motoujure vorgeschlagen was bedeutet dass so die Algorithmizität das schon auch umgesetzt hat irgendwo an einem entscheidenden Punkt.
00:05:47: ich weiß nicht mehr sicher etwas Aktuelles dann heute.
00:05:51: Also, was haben wir heute?
00:05:52: Der siebenzwanzigste
00:05:53: August.
00:05:55: Ja.
00:05:56: Und so wirkt sich das her aus und es prägt Generationen.
00:05:59: Dieses Video ist omnipräsent auf allen möglichen sozialen Plattformen.
00:06:04: Das ist ja nicht das, was wir uns so gemeinhin vorstellen wenn wir darüber sprechen.
00:06:08: oder es gibt ja diese gesellschaftliche Konzeption von das gemeinsames Musikieren per se etwas total tolles Gesellschaftsbildendes Gemeinschaftszusammenfühlen des Wehrer Und diese Denkweise verläuft sich bei solchen Beispielen dann ja relativ schnell, weil man merkt oder hat jetzt Musik eine Rolle eingenommen die ist ja gar nicht so rühmlich wie wir das jetzt erstmal erwarten würden.
00:06:29: Oder wie man in dieser gerade skizzierten Zuschreibung erst mal sagt und denkt.
00:06:34: Das ist kein Paradebeispiel für oder dass es richtig toll funktioniert gesellschaftsbildend und gesellschaftspördernd was auch immer das heißt.
00:06:41: Dann möchte ich hätte gewesen sein durch und mit Musik sondern da wurde Musik gezielt eingesetzt
00:06:48: zu
00:06:48: politischen Zwecken, in dem Fall zu eindeutig rechtspositionierbaren Zwecken.
00:06:53: Genau und wir reden über ein Beispiel und bevor ich jetzt so viel rede lassen wir die anderen mal kurz beiseite.
00:06:59: aber das sind Dinge die mich meiner
00:07:02: Arbeit
00:07:02: beschäftigen wenn es um Musik als soziale Praxis
00:07:06: geht.
00:07:07: Und jetzt würde ich mich auch noch mal kurz vorstellen, als Musikpädagogin und Didaktikerin die ja auch vorstatt nicht nur diesen Podcast macht oder Leute einlädt.
00:07:15: Also warum interessiere ich mich für Musik als soziale Praxis?
00:07:18: Ich würde da zurückgehen ins Jahr so im Jahr hier in Berlin.
00:07:23: Da habe ich damals gelebt und habe als ganz traditionelle Popcoreleiterin gearbeitet.
00:07:29: Eigentlich will ich Popcore jetzt mal anders machen.
00:07:31: Ich will nicht immer diejenige sein, die dirigiert und vorne den Leuten sagt singt da mal leiser oder der Akkord ist noch nicht intonatorisch perfekt!
00:07:39: Ich wollte was Neues ausprobieren und ich wollte dass die Chorsängerinnen meines neuen Kors, das damals ZIMT wurde, im Jahr zwei Tausend vierzehn, ich wollte, dass sie mehr musikalische Verantwortung übernehmen und Musik gemeinsam gestalten und auch interpretieren.
00:07:54: Das passt eigentlich zu deinem Thema.
00:07:56: ganz gut, Julian.
00:07:58: also meine Idee war von Anfang an zu sagen wenn wir Songs auswählen dann weiß die Gruppe warum wir diesen Song performen wollen was der uns sagt und dann diskutieren wir auch als Gruppe darüber wie wir den einem Publikum präsentieren wollen.
00:08:12: Da ging es dann auch stark in diese Performance- und Stagingrichtung, dass der Chord zusammen überlegt hat wie können wir mit Genderstereotypen umgehen?
00:08:20: Und vielleicht eine lustige Performance aus einem ernsthaften Text machen.
00:08:26: Ich hatte damals irgendwie das Bedürfnis, dass die Sängerinnen da mithreden dürfen.
00:08:32: Ich habe damals immer schon gedacht, ja und das macht ja auch was mit den Menschen.
00:08:36: Wenn man ihnen das ermöglicht so mitzuentscheiden wie die Musik klingen soll, die man mit anderen teilt auch in Konzerten.
00:08:42: Und das wollte ich einfach ausprobieren und dann hab' ich ja angefangen Auszuprobieren wieso eine partizipative Chorpraxis aussehen kann und hat das später erweitert als Musikpädagogin auf Partizipativ Musik machen ganz allgemein mit Gruppen, dann auch in der Musikhochschule Lübeck.
00:08:59: Mit Instrumenten, partizipativ ein Song arrangieren.
00:09:03: wie kann das gehen?
00:09:05: Mit den ganz vielen Gruppen die ich seitdem also in den letzten zwölf Jahren begleiten durfte oder leiten... Ich würde gar nicht mehr so leiten sagen.
00:09:12: natürlich leite ich immer noch aber die Gruppen mit denen ich arbeiten durfte, so würde ich es glaube ich ausdrücken habe ich gemerkt dass machte auch was mit den Menschen und mit den Gruppen.
00:09:23: Und jetzt sind wir, glaube ich beim Thema Peter.
00:09:25: Was dich interessiert wieder?
00:09:26: Das macht was mit denen.
00:09:27: Wenn die mitbestimmen dürfen und nicht nur gesagt bekommen, mach das jetzt so und dann macht das ja etwas mit den Menschen weil es ist ein sozialer Prozess und sie sind Menschen, die Sozialhandeln sich anders verhalten und das verändert Sie.
00:09:41: Und das ist glaube ich das, was mich interessiert.
00:09:43: Und zuletzt hat eine Studentin hier eine Masterarbeit eingereicht auch zum Thema Shared Leadership.
00:09:49: damit beschäftige ich mich jetzt wieder intensiver.
00:09:52: Also geteilte Reitungen könnte man sich übersetzen oder geteilten Verantwortung für die Musik, die man in einer Gruppe macht und habe gemerkt das ist gar nicht so einfach.
00:10:01: Und da müssen wir noch besser werden im Nachdenken und verstehen wie sowas funktionieren kann zum Beispiel auch mit Jugendlichen, die müssen da herangeführt werden.
00:10:10: Ich arbeite ja am Malingrott Gymnasium in Dortmund viel mit Blazerklassen zum einen und dann mit den Orchester die Hintel daraus entstehen.
00:10:20: Und dieser Punkt Mitbestimmung, Mitgestaltung findet bei mir auch natürliche.
00:10:26: auf dieser non-verbale Ebene
00:10:28: an.
00:10:29: Also
00:10:29: man denkt dann immer an, ich darf über das Reparatur mitbestimmen und die musikalische Gestaltung mit bestimmen.
00:10:35: Das finde ich auch super wie das in der fünften und sechsten Klasse auch schon funktioniert.
00:10:39: Und dann kann man hinterher auch über das Gespielte ins Gespräch kommen.
00:10:42: aber das Gespräch ist ja nicht alles sondern Musik erlaubt ja schon Mitbestimmung.
00:10:46: alleine dadurch dass ich mitspiele und dadurch dass sich merke und das Erlebnis habe Ton, den ich erzeuge sich mit den Tönen alle anderen verbindet und dass ich sozusagen in einem gleichen Rhythmus im wahrsten Sinne des Wortes auch in ein gleiches Wahrnehm der Situation
00:11:07: kommen muss.
00:11:07: Und dann verstärken sich all die Töne, die wir zusammen machen gegenseitig.
00:11:11: Das erzeugt ja schon auf dieser non-verbalen Ebene ein ganz starkes Gefühl von Zusammengehörigkeit.
00:11:17: Es ist immer das schönste Erlebnis natürlich wenn das Musikieren gelingt Wirklich dieses Erfolgserlebnis hat und die Mitspielerinnen, die bei mir dann ja auch Schülerinnen und Schülern sind.
00:11:29: Und haben wirklich merken, das war jetzt
00:11:31: toll!
00:11:32: Das hat
00:11:32: aber gut geklogen.
00:11:33: Diese Euphobie, die da raus entsteht ist für mich eben für diese non-verbale Mitbestimmung, dieses non-verbare Teilnehmer an dem was da passiert immer ein ganz starkes
00:11:43: Zeichen.
00:11:45: Ja, was du sagst, das hilft mir jetzt nochmal weiter auszuholen?
00:11:49: Was für Gedanken ich mir zu den Punkten gemacht habe... Ich dachte dann, ich will nicht mehr dirigieren.
00:11:54: Warum will ich nicht mehr dirigieren?
00:11:57: Also warum hatte ich dieses Bedürfnis?
00:11:59: Weil ich dachte, dass die Gruppe selber groovt wie eine Band auch ein Chor wo fünfzehn zwanzig oder fünfundzwanzig Leute mitsingen und das ist für mich nochmal ne andere Form der Mitbestimmung.
00:12:11: Dann muss ich nicht gucken was zeigt die Frau da vorne für einen Tempo und folge ihr nicht Sondern ich probe dann anders.
00:12:17: Das habe ich dann herausgefunden in meinem explorativen Vorgehen mit diesem Chor.
00:12:21: Ich zähle nur noch ein oder der nächste Schritt ist verschiedene Leute zählen ein und wir lernen wirklich im Proben, im Musizieren aufeinander einzugehen wie eine Band Und das wäre für mich dann noch eine höhere Stufe von Partizipation zum Beispiel.
00:12:36: Und warum ich das immer noch gerne mache obwohl sausch schwer es mit einer Gruppe dahin zu kommen das weiß ich ist, weil ich merke das erfüllt Menschen nochmal ganz anders wenn sie das erreichen.
00:12:47: Darum habe ich das auch entschieden dass sich genau das ausprobieren wollte.
00:12:50: mal ob das funktionieren kann.
00:12:53: Ich hab ja eingangs gesagt dass ich als Gitarreste interessant finde so viele verschiedene Musikstile auch kennengelernt zu haben und was du beschrieben hast Das, was in Jams Sessions im weitesten Sinne passiert.
00:13:08: Und das gehört auch zu den Erfahrungen die ich eben gemacht habe wie leicht es eben Leuten zum Beispiel die rockmusikalisch geprägt sind, wie leichtes denen fällt sich zusammen hinzustellen und sagen wir spielen jetzt mal ein zwei drei vier ich zähle an und dann geht's irgendwie los und wie schwer ist andersherum.
00:13:25: aber eben auch Leute die aus so einer klassischen Ausbildung kommt dann eben genau dieses Los spielen und aufeinander hören.
00:13:32: Und dieses Wechselspiel aus, ich biete etwas an und höre aber auf das was die anderen machen und nehme davon vielleicht etwas auf und daraus entsteht etwas.
00:13:43: Und ich gehe ganz anders in Kommunikation mit den anderen dabei?
00:13:46: Also genau diese formmusikalische Kommunikations finde ich nach wie vor interessant und habe ja auch mit Studierenden in die Richtung gearbeitet.
00:13:54: und für mich ist Und dafür hoffe ich, dass wir auf der Tagung auch ein paar Ideen austauschen können.
00:14:00: Für mich bleibt immer noch die Frage, wenn man diese Fähigkeit ermöglichen möchte... Was sind die Voraussetzungen dafür?
00:14:08: Wie und was sind sozusagen die Hilfen, die man dafür geben kann?
00:14:11: Gerade als Lehrerinnen und Lehrer sind wir ja auch Leute, die eigentlich dafür da sind um Leuten einen klugen Fahrtschlag zu geben!
00:14:18: Eine explizite Beschreibung macht doch mal nichts, mach doch mal jenes.
00:14:22: Das sind die Skills, die wir dann als Verbittler in dem weitesten Sinne dann im Projekten, um das ermöglichen zu können den Leuten.
00:14:29: Und ich hoffe dass wir darüber dann in der Austausch treten können auf der Tagung.
00:14:34: Da würde ich jetzt gerne rein, weil... Ich habe da eine Beobachtung die.
00:14:37: gleichzeitig möchte ich überhaupt keinen von euch beiden widersprechen
00:14:43: Aber du bist ja der Bad Corp?
00:14:45: Ja nein!
00:14:46: In diesem Fall ist es gar nicht so auf meiner eigenen Expertise gemünzt sondern ich merke nur was wir jetzt gerade gehört haben, was ihr beide beschrieben habt.
00:14:54: Das basiert ja eigentlich gleichzeitig wieder auf so einer dichotom Idee, ohne euch das jetzt persönlich ankreien zu wollen.
00:14:59: Es gäbe so etwas wie die Klassik und die Rockmusik und also dass da Distinktionsmerkmale vorhanden wären.
00:15:06: Und interessant ist doch, dass es wahnsinnig viele Menschen geben wird, Musikierende, die irgendwo dazwischen sich positionieren würden
00:15:13: oder sich in verschiedene Communities hineinbegeben haben und das alles können?
00:15:17: Ja!
00:15:17: Oder ein bisschen.
00:15:20: Und da finde ich mal sehr spannend... gucken wir da drauf, weil es nicht unser Blick darauf ist.
00:15:26: Wir haben mich selber eingeschlossen alle solche Prägungen mit.
00:15:30: wie blicken wir jetzt auf Musik?
00:15:32: und schon unser Verständnis von so etwas wie verschiedenen Musiken prägt ja schon die Perspektive, wie wir das Gesellschaft bezogen einsortieren.
00:15:41: Ja, wir
00:15:42: verstärken vielleicht die Schubladen dadurch.
00:15:44: Und welche Zuschreibung wir auch selber vornehmen gegenüber Musik aber auch musizierenden in konkreten Fällen und Stücken Und das finde ich dann wieder spannend aus eurer Erzählung.
00:15:55: Also wenn natürlich, dass Dirigierende eines Kobes oder eben nicht Dirigieren da finden ja Rollen statt.
00:16:01: also da werden Rollen ausgefüllt.
00:16:03: Und ich habe
00:16:04: meine Rolle radikal verändert?
00:16:05: Genau.
00:16:06: und aber erstmal bei dieser
00:16:07: Erwartung davon
00:16:08: muss doch jemanden
00:16:09: haben, der davor stelle die
00:16:10: Person muss doch
00:16:12: irgendwie
00:16:12: sich dirigierend betätigen sei es Mittagstock oder ohne und gleichzeitig würde man dass bei einer Rockband ja total skuhil finden.
00:16:22: Aber
00:16:24: warum eigentlich?
00:16:25: Weil
00:16:26: die Praxis
00:16:27: sich so entwickelt haben, Menschen haben auf die ein oder andere Art angefangen zusammen zu musizieren und haben das weitergetragen.
00:16:33: Und es sind ja diese Bubbles da!
00:16:36: Oder würdest du
00:16:37: dem widersprechen?
00:16:38: Ich würde sie nur nicht zustrick trennen wollen weil das ist eine gängige und ich will überhaupt nicht sagen, dass das nicht gäbe.
00:16:46: Beschreibung was Peter gerade sorgte.
00:16:49: Wir haben diejenigen Musiker hin, die eine total klassische Prägung haben, denen man jetzt unterstellen könnte... Ja das ist ja immer so dieser Spruch, ne?
00:16:58: Man nimmt ihnen das Notenblatt weg und dann sitzen sie ratlos vor ihm ins Trument Und sicherlich mag es auch
00:17:03: nicht mehr geben.
00:17:04: Es ist ein Klischee Andersherum die Garagenrock-Bandmusiker, die autodidaktisch, weiß ich nicht, Gitarre gelernt haben und keine einzige Note lesen können und es müsste jetzt so etwas wie eine Vermittlung inzwischen diesen Positionen stattfinden oder wird für unmöglich erklärt
00:17:20: und ich würde
00:17:21: immer denken, naja ein weit ist das doch ein Spektrum.
00:17:23: Also es ist ganz
00:17:24: viel zwischen
00:17:26: unterschiedliche Praxen und unterschiedliche Herangehensweise, unterschiedliche
00:17:30: Wahrnehmungen
00:17:31: von Musik die da schon eine Rolle spielen bei diesen Personen weil vielleicht sind ja auch Menschen dabei die zehn Jahre klassischen Karnettenunterricht hatten aber trotzdem sich automatisch E-Bass Spielen beigebracht haben.
00:17:43: Und schon sind sie in zwei Systemen unterwegs, die sich vielleicht auch erst gar nicht kombinieren lassen.
00:17:48: Da entsteht ein Erfahrungsaum, der nicht abdeckbar ist und das finde ich jetzt wieder interessant.
00:17:53: Diese Stimmen!
00:17:54: Wir sind ja hier an einem Standort wo es Producing als Ausbildungsfach für Musiklerkräfte gibt also als Hauptfach, wo ja einfach ein ganz neuer Playground entstanden ist weil die Vorstellung Wir machen jetzt mal etwas anderes und das betrifft ja alle Hochschulstandorte auch.
00:18:11: Was bedeutet das, wenn wir das als Hauptfach unterrichten?
00:18:13: Diese vermeintlichen neue Formen des Musikiens die so
00:18:17: neu gar nicht mehr ist aber das ist eine Randnotiz
00:18:19: Jetzt wieder irgendwie kurkular abzudecken Das finde ich total spannend da reinzugehen diese Erfahrungsräume auf zu machen Wie funsten dir doch informelles Lernen also wie lernen Menschen Musik auf ihre Art und Weise in ihrem Kontext.
00:18:34: Aber du hast gerade ganz viele Ziele beschrieben, die ich persönlich habe als Musikpädagogin.
00:18:39: Also dass wir dafür ein Bewusstsein entwickeln für genau das was du sagst.
00:18:43: also es gibt viele verschiedene musikalische Praxen die funktionieren unterschiedlich und ich wünsche mir dass Musikpädagoginnen sich darüber klar sind, dass sie so oder so sozialisiert wurden, dass das ihr Erfahrungsraum
00:18:54: ist
00:18:55: und dass es aber auch ganz anders gehen kann Dass sie dann, auch wenn sie studiert haben und aus dem Referendariat rausgegangen sind.
00:19:02: Auch danach noch immer wieder gucken mit was für Erfahrungen kommen denn die Jugendlichen zu mir?
00:19:07: Die jetzt mit mir Musik machen?
00:19:09: Und wie können wir auf dieser Basis Auf Augenhöhe zusammen tolle Musik machen?
00:19:14: Das ist eigentlich mal ein Idealbild.
00:19:15: Ich weiß nicht wer das zu erreichen ist Aber dafür brauche ich ja erstmal diesen Zwischenschritt der Diagnose.
00:19:21: Ah, der kann auf seiner Gitarre ein grandioses Blues-Solo spielen irgendwie weil er das von seinen Eltern gelernt hat zu Hause und sie steht auf Kpop und kann das.
00:19:32: Und ich würde auch sagen all diese Praxen stehen gleichberechtigt nebeneinander.
00:19:36: aber unser Ziel sollte schon sein uns klarzusehen dass musizieren auf so viele verschiedene Arten funktioniert.
00:19:42: und um nochmal auf Musik als soziale Praxis zurückzukommen dass das soziale Gefüge in jeder Praxis anders ist Das ist anders.
00:19:51: Immer einer Person zu folgen, die mir genau sagt was ich zu tun habe.
00:19:56: und als ich damit anfing sagte meine frühere Mitbewohnerin Helen du kennst sie Peter?
00:20:01: Oh was du da machst hätt ich gar keinen Bock drauf.
00:20:03: also Ich bin vormittags in der Schule Und wenn ich abends in die Chorprobe gebe nicht froh dass mir jemand da vorne sagt sing mal Abtakt fünf leiser!
00:20:11: Ich hab gar kein Bock auf das was Du so toll findest Daniela.
00:20:15: Und dann habe ich gesagt ja ist doch super aber dann wäre das Ziel doch dass man Die musikalische Praxis, die einen selber erfüllt, bewusst wählt.
00:20:24: Weil das ist ja auch Ziel von musikalischer Bildung.
00:20:26: Darum muss es gehen mit der Vielfalt bewusst umzugehen.
00:20:30: und dann in der Schule auch weil wir eben überall hier in unserem Leitbilder-Universität viele Schulen schreiben sich aber dass auch auf die Fahnen Wir wollen divers sein.
00:20:38: Diversity ist uns wichtig!
00:20:40: Wir leben in Deutschland in einer diversen Gesellschaft.
00:20:43: Und was bedeutet das für unser Musikieren?
00:20:45: Dass wir eben auch die Musikierformen Erweitern und da auch locker mit umgehen können.
00:20:54: Und uns auch auf anderes mal einlassen können, nicht immer den gleichen Stiefel fahren weil wir sagen das hat schon immer so funktioniert.
00:21:00: Darum mache ich das andere auch nicht, weil das andere kann ja gar nicht funktionieren ohne es ausprobiert zu haben.
00:21:05: Sagen das oft Leute?
00:21:07: Genau, dass auch was ausprobierter ist eine und aber auch dieses permanenten hinterfragen betrifft uns alle immer fortwählen und
00:21:16: dauerhaft
00:21:18: sich diesem diesem Fakt, um auch zu unterwerfen und zu sagen ja gut aber da muss ich das halt nochmal hinterfragen.
00:21:24: Das ist ja furchtbar
00:21:25: anstrengend.
00:21:27: Also nachvollziehbarerweise führt es ja auch manchmal dann zu Verweihungsstrategien, das können wir ja auch alle nicht vor uns weisen, dass man dann manchmal auch einfach gerne da stehen bleibt wo man so steht.
00:21:37: Wir haben auch gar nicht die Zeit, all das zu tun.
00:21:39: Was ich gerade beschrieben hab wahrscheinlich ganz pragmatisch.
00:21:43: Wir können es jetzt ja mal so
00:21:44: typisch
00:21:45: für uns als Ziel nehmen und einfach das Bestmögliche daraus holen wollen.
00:21:48: Das ist ja irgendwie ein Zugang, den man dazu währen kann.
00:21:52: Und sicher war einfach dass wäre mir immer wichtig sich der einen Empfehlbarkeit danach immer wieder bewusst zu sein.
00:21:58: Ich werde jetzt hier wieder irgendwo mein implizites Wissen So wird angesteuert, das wird wieder ein Klischee bedienen.
00:22:07: Es wird wieder irgendein Narrativ setzen was ich schon vorgefertigt für mich irgendwo in meinem Kopf habe in einer konkreten Situation.
00:22:14: Und dann verfällt man auch wieder in bestimmte Denkstrukturen und muss dann wieder sagen, ach jetzt muss ich da aber wieder raus.
00:22:20: Das muss sich aus eigener Kraft tun.
00:22:23: Ich glaube das ja bei den Prozessenentwicklungen entsteht in uns und dass uns das bildet letztlich also ich glaube das du Bildung beschreibst auch gerade.
00:22:32: Und ich musste jetzt an mich denken wie der Session Blue Session im bunten Vogel letzte Woche.
00:22:36: Da wurde so ein bisschen angezählt von einem älteren Kollegen Der mir erzählen wollte Ja Du weißt noch gar nicht wie Blues funktioniert und achte mal darauf.
00:22:46: Ich habe auch ein bisschen gegrinst, dachte so ich mache auch schon etwas länger Musik was erzählst du mir hier eigentlich?
00:22:53: Da hab' ich das auch wieder gemerkt diese Klischees und was sieht er in mir?
00:22:57: vielleicht aufgrund der Tatsache wie ich aussehe und dass sich da jetzt neu in der Blues-Szene drin bin und da was Neues ausprobiere
00:23:08: unterstelle ich diesen Menschen jetzt in eine total puristische Perspektive, was der Blues
00:23:12: ist.
00:23:12: Er ist ein absoluter Purist dieser Mensch!
00:23:15: Ja
00:23:15: und da würde ich dann ja wahrscheinlich denken es gibt doch gar nicht den Blues, also erkläre mir doch etwas der Blus sein soll und ich glaube nicht dass dir das gelingt.
00:23:23: weil was ist denn das?
00:23:24: Und wenn wir das... Das kann man jetzt musikisch anschauen, man kann sich musikwissenschaftlich anschauen inhaltlich, harmonielehre.
00:23:32: Es gibt bestimmte Innenzeitabfolge unterschiedliche Entwicklungen, unterschiedliche Ideen und natürlich hat das alles an der Themenbereich dann irgendwo immer so ein Common Round.
00:23:42: Aber es gibt nicht diese eine Idee!
00:23:44: Und das wäre ja auch total schade weil die... Das würde ja die Weiterentwicklung von Musik total aufhalten und stören wenn wir irgendwie sagen würden, dass ist jetzt hier
00:23:51: der Kassel drin.
00:23:52: Man reproduziert immer nur noch diese Regeln dann.
00:23:54: Ja und das finde
00:23:55: ich dann immer total spannend also wenn es zu dieser Idee kommt.
00:23:58: Jetzt haben wir uns ziemlich lange darüber unterhalten, was Musik als soziale Praxis bedeutet und wo wir das erkennen im Musikmachen von Menschen.
00:24:07: Jetzt geht es aber auch sollte es mal darum gehen, was eigentlich auf der Tagung passieren soll.
00:24:12: ich habe nur am Anfang in eine Intro gesagt eigentlich ist auch die Hauptüberschrift Socialize and Participate Musik als Soziale Praxist ja eigentlich nur da Untertitel.
00:24:21: Und ich glaube, ich will direkt am Anfang sagen das Hauptziel ist für mich eigentlich Socializing der verschiedenen musikpädagogischen, didaktischen oder vermittelerischen Bubbles.
00:24:30: Also als Menschen die sich über die Dinge, über die wir gerade Sprachen interessieren kommen und mit anderen Menschen, die nach Münster kommen werden darüber reden wie sie Musik machen und was sie vielleicht mit anderen, die dann auch in Münster sein werden mal von Mensch zu Mensch diskutieren wollen Möchten auch Leute kommen, die wollen was ausprobieren und sagen ich mache hier auf eine ganz andere Art Musik als Julian Forst und Daniela Bates grad erzählt haben.
00:24:56: Und das zeige ich euch mal!
00:24:58: Das Ziel von uns drei ist ja auch... Also es geht um Socializing und um Participation also dass alle Leute sich eingeladen fühlen sollen mit ihren Ideen zu Musik zu kommen und wie sie Musik machen und das teilen und auch mal mit einem Interesse an der Art und Weise, wie andere Menschen darüber denken.
00:25:18: Und wie sie das machen?
00:25:19: Ich bin vor allen Dingen sehr gespannt darauf, Dinge
00:25:22: auszuprobieren
00:25:23: und dann aber im gemeinsamen Gespräch und vielleicht mit verschiedenen Perspektiven mal genauer hinzugucken.
00:25:29: was passiert da denn eigentlich?
00:25:31: Denn Julian sprach eben das implizite Wissen an Was jeder weil hat Besitz.
00:25:37: Aber selbst da lohnt es sich manchmal nochmal einen Schritt zurückzutrehen und die eigene Praxis auch noch mal genauer anzugucken.
00:25:44: Wie tue ich das denn da
00:25:45: eigentlich,
00:25:46: diese Jam Session zu spielen?
00:25:48: Wie tust du es, wenn ich in diesem Chor mit den anderen zusammen singe?
00:25:52: oder wie tue dich das, wenn Ich da meinen Orchester dirigiere?
00:25:55: Und ich glaube dass dieser gemeinsame Blick und das Nachdenken darüber sehr ergiebig sein kann!
00:26:00: Es geht gar nicht... oder mir würde es jetzt bei der Tagung gar nicht in erster Linie drum gehen
00:26:05: dass
00:26:05: man anderen sagt, so geht das.
00:26:08: Auf gar keinen Fall wollen wir das!
00:26:11: Also ich glaube, wo wir eben schon gesprochen haben wirklich viele Praxen vermitteln und für sozusagen Auswahlmöglichkeiten schaffen, klingt ja schnell so als würde es einen total überfordern, weil ein einzelner Mensch kann ja gar nicht alles können was man können kann im Bereich Musik.
00:26:27: aber dieses sensibilisieren zu werden und sich klar zu werden Was macht man denn da eigentlich und dann sozusagen mit einer anderen Grundlage in die eigene Vermittlungstätigkeit wieder anzugehen?
00:26:39: Das ist, glaube ich eine Chance, die wir bei dieser Tagung gerade dann haben, wenn möglichst viele verschiedene Leute zusammenkommen.
00:26:45: Ja das würde ich mir auch wünschen!
00:26:47: Und dann auch mit dem Mut auch mal Neues auszuprobieren vielleicht um vielleicht die eigene musikalische Praxis wieder spannender zu machen oder so... Mein Ideal!
00:26:57: Ich würde das vielleicht auch so paraphrasiert nochmal, was Peter sagte.
00:27:01: Also mein Gedanke dazu ist immer der... Es geht ihr genau eben nicht darum zu sagen, so geht das aber es ist total spannend zu sehen wenn jemand sagt ich mache das übelgen so und dem dann einmal mit Offenheit
00:27:12: zu begegnen oder
00:27:13: noch begegnern zu können und daraus dann etwas zu ziehen für sich und zu sagen oh das nehme ich mal in meine Praxis weil wir kommen ja dann alle aus unterschiedlichem Zusammenhängen, in denen wir unterschiedlich arbeiten und unterschiedliche Prozesse und Gruppen begleiten.
00:27:27: Und unterschiedliche Musiken usw.
00:27:29: Das finde ich ein total wichtiger Reckpunkt.
00:27:31: Dass sich auch zu trauen!
00:27:33: Das ist ja auch wichtig, sich das zu trauern und zu sagen Ich gehe dahin zu ertagen und stelle meine Praxis vor.
00:27:38: Meine Idee von sozialer Praxis und Musik.
00:27:43: Ich finde
00:27:43: eine Sache haben wir jetzt noch ein bisschen vergessen nämlich Die Tatsache, dass ja nicht nur das Musikieren im strengen Sinne zu dieser sozialen Praxismusik gehört.
00:27:54: Ich komme ja selber auch aus der Popularmusikforschung und da spielen ja Fan-Communities lange schon eine Rolle und in den Cultural Studies hat man lange einen Blick darauf wie Hörenden Judenkulturen und Musik.
00:28:05: Und ich finde, das ist ein zeitgemäßer Blick auf Musik sich zu sagen, Musik zu machen oder zu musizierten Tönen hervorzubringen der sozialen Praxismusik, sondern das zuhören gehört ja auch dazu.
00:28:19: Und die Art und Weise des Zuzuhölfs oder Tancendistanzen zur Musik, auch die Tatsache dass er durch dieses Ich wende mich an der bestimmten Musik zu höre die Gerne im Egal ob ich das mit Kopfhörern tue wenn ich Bahnfarbe oder ob ich auf Konzerte gehe und so auch das schafft ja Gemeinschaft, dass wir vielleicht darauf auch zu sprechen kommen, dass wird es hin vermeintlich passiv hören so ein bisschen ins Bild setzen.
00:28:47: Was meinst du mit vermeintlich Passivhören?
00:28:50: Ja, also der Extremfall ist ja wenn ich in einem sogenannten klassischen Konzert sitze dann muss sich ganz still sitzen darf auf gar keinen Fall einen Geräusch machen und trotzdem passiert er ja unheimlich viel.
00:29:02: Ich sitze da, berichte meinen Körper aus Und die anderen machen das auch alle und allein dadurch entsteht ja auch eine Kraft Eine Aufmerksamkeit, da sitzen dann...
00:29:11: Auch eine Community.
00:29:12: Eine Community
00:29:13: war gestern in der Elbphilharmonie und dann sitzen da tausend Menschen und sind total stehen
00:29:17: und hören zu.
00:29:18: Und das
00:29:20: schafft in diesem Augenblick für diese zwei Stunden die man da sitzt, eine wahnsinnig starke Gemeinschaft.
00:29:26: Also es gibt ja auch... Stimmt!
00:29:27: Auch alleine das ist ein sehr gutes
00:29:29: Beispiel.
00:29:29: Das wo man rausschaut und man denkt er passiert gar nicht viel und in Wirklichkeit passiert dann ne Menge.
00:29:36: Ob man zuhören
00:29:38: Ja, total gutes Beispiel.
00:29:40: Also die ihr Menschen da draußen, wenn ihr jetzt denkt ich habe da echt etwas zu erzählen?
00:29:46: Zu der Art wie ich Musik mache mit anderen oder höre... Oder
00:29:49: zu zeilen!
00:29:50: Genau, also wir haben verschiedene Formate und wir haben auch ein Call for Contributions.
00:29:56: Und in unserer Fach-Community wurde der auch schon geteilt.
00:29:58: aber wenn ihr den gerne haben wollt schreibt uns einfach eine E-Mail und dann kriegt ihr den sofort zugeschickt.
00:30:04: Wir haben eine Eemail Adresse die ist Participateatuni-münster.de Münster mit UE natürlich!
00:30:11: Dann schicken wir euch das nochmal.
00:30:12: da steht das noch mal alles erklärt.
00:30:14: Also ihr könntet einen Workshop anbieten mit Leuten, die den Workshop besuchen wollen zusammen Musik macht und dann darüber sprecht.
00:30:24: Warum habt ihr so mit ihnen Musik gemacht?
00:30:26: oder was haben sie im Musikmachen erlebt?
00:30:28: Mit euch!
00:30:29: Dann könnt ihr auch sagen, ich habe Bock mal zehn Minuten was zu erzählen.
00:30:33: Das wäre so Format kurz Vortrag und da die Gedanken der andere dazuzuhören oder.
00:30:39: ich möchte noch etwas viel kleineres.
00:30:41: Ich hab irgendeine schräge Idee und will mal wissen was andere darüber hören.
00:30:45: Und wir hatten auch dieses lustige Format im Internet gefunden Die sogenannte Fuck Up Session.
00:30:50: Wo haben wir das gefunden?
00:30:52: Ich weiß es auch nicht mehr.
00:31:02: da sein, in meiner musikalschen Praxis.
00:31:09: In meinem pädagogischen Dasein wie auch immer.
00:31:10: Auch der
00:31:11: Raum soll ja geöffnet werden.
00:31:12: Dann geht es vielleicht zur Unrichtung Selbsthilfegruppe?
00:31:15: Man weiß es nicht!
00:31:16: Das kann das total heil sein wenn
00:31:19: wir die Visionen annehmen.
00:31:21: und gleichzeitig würde ich auch unbedingt sagen, wenn du sagst, dass gerade wir haben, dass unsere Fachgebiete geteilt sind, zu dem natürlich ausdrücklich jeden zählen hier bei uns einen Beitrag leisten
00:31:30: möchte.
00:31:30: Ja, wir haben es in mehreren Communities auch schon geteilt also absolut!
00:31:35: Also was mir wichtig ist dass nicht nur Leute aus Hochschulen kommen die so abstrakt über Dinge nachdenken und analysieren sondern auch die Praktikerinnen die einfach Musik machen mit Leuten und das auch mit anderen teilen wollen sie sich dafür interessieren.
00:31:49: Und es kommt ja übrigens auch von der Spring School im Musikpädagogik in NRW.
00:31:54: hoffentlich viele Studierende also aller Studienstandorte im Bundesland die dann auch hier sein werden.
00:32:00: Und das finde ich dann auch toll, also viele junge Leute und da wünsche ich mir dann auch das erfahrenere Lehrerin sowie du Peter, du bist ja auch im Gymnasium noch sehr aktiv eingebunden dass diese Bubbles zusammenkommen weil ich glaube das macht auch einfach total Spaß.
00:32:14: mehrere Generationen kommen zusammen mit ihrem jeweiligen Erfahrungsschatz und reagieren dann vielleicht in so einem Workshop auf den Input einer Workshopleiterin ganz anders Und wir wissen ja, dass sowas dann total Spaß macht.
00:32:27: Also je diverser, desto besser was das Alter angeht aber auch was die Musiken angeht, die die Menschen mitbringen und machen
00:32:33: wollen.
00:32:34: Ja und vielleicht hat ja jemand eine Idee, die hier nicht thematisiert wurde, die aus unserem Call irgendwie nicht entspringt auf dann gerne trauen weil ich glaube, dass wir alle da mit unserer Billet raufgucken und da ist wahrscheinlich noch so viel mehr als das, was wir bisher gesehen haben.
00:32:52: Ja auf jeden Fall!
00:32:54: Und ich möchte, glaube ich noch
00:32:55: weitere
00:32:56: Sachen sagen.
00:32:57: Werbung für die Tagung!
00:32:59: Also die Teilnahme ist kostenfrei und wir hoffen dass richtig viele spannende Leute kommen das wir viel Spaß zusammen haben werden.
00:33:08: Und wenn ihr jetzt denkt, ja ich kann mir vorstellen auch den was zu schicken an diese E-Mail Adresse die ich auch auf jeden Fall in die Show Notes noch mal schreiben werde.
00:33:18: Dann schickt uns das bitte bis zum dreißigsten September denn Anfang Oktober möchten wir so das Programm zusammenstellen und da brauchen wir schon diese Infos und auch jede Frage kann uns gestellt werden an diese e-mail Adresse.
00:33:29: Wir freuen uns über jede E-mail die da kommt.
00:33:33: Ich danke euch für eure Zeit hier in den Ferien, dass wir uns getroffen haben.
00:33:38: Und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.
00:33:41: und noch mal freue ich mich auf den elften bis dreizehnten Februar!
00:33:44: Ja,
00:33:44: danke das wir hier sprechen
00:33:46: konnten.
00:33:47: Ich freue mich auch sehr
00:33:48: auf die Tagung und ich hoffe viele von den Menschen, die jetzt gerade zuhören vielleicht da dann auch zusehen
00:33:54: und kennenzulernen.
00:33:56: Bis dahin!
00:33:56: Bis dann,
00:33:57: tschüss!
00:33:59: Das war die sechsohnneunzigste Folge von Mehr als Töne.
00:34:02: Wie eben schon gesagt, freuen wir uns über E-Mails an die Adresse www.participateatuni-münster.de und senden dann auch gern den Call for Contributions zu Tagung Mitte Februar in Münster der noch bis Ende September offen ist.
00:34:19: Aber auch über Anmeldungen zur Tagung freuen wir Uns.
00:34:22: Es ist kein Muss selbst etwas beizutragen.
00:34:25: Hier im Podcast wird es in der nächsten Folge mit Christian Kappe weitergehen.
00:34:29: Christian ist ein Münstererner Jazz-Trompeter und Pädagoge, Big Bandleiter und Dozent an Universitäten.
00:34:37: Bis dahin wünsche ich dir einen schönen Spätsommer – und wie immer viel Spaß beim Musikmachen, Hören und Unterrichten!